OB-Kandidat Mathias Hotz

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Freie Bürgerschaft nominiert Hotz für OB-WahlMathias final 2

Mitgliederversammlung votiert ohne Gegenstimme für den Lindauer Juristen

Lindau – Die Neuwahlen der Vorstandschaft und die Nominierung von Mathias Hotz (34) als Oberbürgermeister-Kandidaten standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freien Bürgerschaft Lindau e.V. (FB Lindau). 17 von insgesamt 42 Mitgliedern konnte der bisherige und für weitere zwei Jahre wiedergewählte FB-Lindau-Vorsitzende und FB-Stadtrat Martin Rupflin bei der Versammlung im Gasthof „Stift“ begrüßen. 12 Vereinsmitglieder, die im Lindauer Stadtgebiet wohnen, waren wahlberechtigt. Sie sprachen sich in geheimer Wahl bei einer Enthaltung für Mathias Hotz als OB-Kandidaten der FB Lindau aus.

Bekanntlich will Hotz bei der OB-Wahl am 15. März 2020 als gemeinsamer Kandidat für das Wahlbündnis CSU/FB/JA antreten. Zwar steht die offizielle Nominierung bei der CSU und der JA (Junge Aktive Lindau e.V.) noch aus, doch dies dürfte eher Formsache sein, zumal Hotz Vorsitzender der JA ist und seit 2014 als Fraktionsvorsitzender dieser Gruppierung im Stadtrat sitzt. Auch bei der CSU Lindau dürfte es an Rückhalt nicht fehlen – dort hatte sich der OB-Kandidat bereits im Mai bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vorgestellt. Man sei von Hotz’ Präsentation „begeistert“ gewesen, ließ damals CSU-Fraktionschef Karl Schober verlauten.

Auf Augenhöhe mit der CSU“

Bevor sich Hotz nun auch in der Jahreshauptversammlung der FB Lindau persönlich vorstellen konnte, hatte FB-Vorsitzender Rupflin die Mitglieder darüber informiert, dass der Kandidatenfindung ein längerer Prozess vorausgegangen sei. Man habe hierfür extra „ein Gremium von sieben Personen“ (Anm. allesamt FB-Mitglieder) gebildet, das sich insgesamt fünfmal getroffen habe – darunter seien auch zwei Treffen mit den OB-Kandidaten Claudia Alfons und Mathias Hotz gewesen. „Von unseren Forderungen, beispielsweise den gemeinsamen Kandidaten Hotz im Wahlkampf ohne CSU-Logo zu präsentieren, war die CSU zunächst nicht begeistert – aber am Ende fanden wir aber dann doch einen Konsens“, berichtete Rupflin. Und FB-Stadtrat Ralf Guggenmos, der dem Gremium ebenfalls angehörte, ergänzte: „Wir wollen weder ein Anhängsel der CSU noch der FDP sein – wir unterstützen den Kandidaten, aber auf Augenhöhe mit der CSU.“

Anschließend hatte Hotz Gelegenheit, den versammelten Mitgliedern der FB Lindau seine politischen Ziele zu erläutern, die er in sechs Themenbereichen zusammenfasste. Dabei richtete er den Fokus zunächst auf die städtischen Finanzen. Rieseninvestitionen wie in den vergangenen Jahren würden in nächster Zeit wohl nicht mehr möglich sein. Die Stadt solle stattdessen „Investitionen durch die Privaten positiv begleiten und die anstehenden Chancen nutzen“, so Hotz. Gleichzeitig müsse der hohe Schuldenberg um mehrere Millionen Euro abgebaut werden.

Schwerpunkt Schulen und Kitas

Einen enormen Nachholbedarf sieht Hotz bei der Sanierung von Schulen und beim Neubau von Kitas und Kindergärten. Letzteres sei notwendig, um die Betreuungsquote zu verbessern und mehr Eltern die Möglichkeit zur Betreuung zu bieten, zumal andere bayerische Kommunen bereits eine doppelte so hohe Betreuungsquote aufweisen würden, sagte Hotz. Mehr Bürgerbeteiligung in den Stadtteilen und vor allem „die Interessen der Lindauerinnen und Lindauer ernstnehmen“ sei es ihm ein besonderes Anliegen. Neue Wege gehen will der OB-Kandidat auch im Bereich Landwirtschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit, was für ihn untrennbar zusammengehört. Viele neue Ideen verfolge er ebenso bei den letzten beiden Schwerpunktthemen Wirtschaft und Verkehr, sei es der „Glasfaserausbau bis in die Häuser“ oder auch ein „Park and Ship“-System zwischen Therme und Insel, um nur zwei Beispiele zu nennen.