Als einzige Fraktion im Lindauer Stadtrat sprach sich die Freie Bürgerschaft im Juli gegen eine Halbierung des Stadtbusangebotes für Unterreitnau aus. Gleichzeitig wurde eine Erhöhung des Kurbeitrags beschlossen, um unseren Feriengästen die Nutzung des Stadtbusses kostenlos anbieten zu können. Ausgerechnet für Unterreitnau fiel die Erhöhung des Kurbeitrags am massivsten aus. Trotz deutlichem Hinweis auf dieses Missverhältnis im Aufsichtsrat der Stadtverkehr GmbH, im Ausschuss und im Stadtrat durch die Freie Bürgerschaft, wurde dies von den anderen Fraktionen und vom Oberbürgermeister einfach durchgewunken. Allzu verständlich ist der aufgekommene Unmut in der Bevölkerung von Unterreitnau. Die Freie Bürgerschaft, die weiterhin diese Planung kritisierte, freut sich, dass nun Herr Oberbürgermeister Dr. Ecker die beschlossene Planung nochmals überarbeiten lässt. Auch die Bedürfnisse der Bevölkerung in den ländlichen Stadtteile müssen von der Stadtpolitik ernst genommen werden.
02.12.2013: Der Aufsichtsrat der Stadtverkehr GmbH beschliesst einstimmig die Beibehaltung des Halbstundentaktes der Stadtbuslinie nach Unterreitnau. Auf Anregung der Freien Bürgerschaft untersucht die Projektgruppe “Stadtbus” eine Busanbindung von Bechtersweiler und Hörbolz über die neue Linie 21.
Mit deutlicher Mehrheit schloss sich der Hauptausschuss der Forderung der Freien Bürgerschaft Lindau an, den Jugendtreff Fresh in Zech wieder zu eröffnen. Der seit einigen Monaten leerstehende Container soll der Jugend in Zech wieder zur Verfügung stehen. In enger Zusammenarbeit mit dem Mehrgenerationenhaus Treffpunkt Zech werden im Fresh neben verschiedenen Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung auch Beratungen für Schule und Beruf angeboten. Einige Jugendliche aus Zech hatten sich bereits im Vorfeld gegenüber der Freien Bürgerschaft bereit erklärt, leitende Positionen im neuen Jugendtreff zu übernehmen. In der nächsten Finanzausschusssitzung soll die notwendige Finanzierung von jährlich 24.000,– € sichergestellt werden. Die Freie Bürgerschaft Lindau wünscht dem Jugendtreff Fresh in Zech zum Neustart viel Erfolg.
momentan endet der Fuß- und Radweg zwischen Oberreitnau und Schönau in einem unübersichtlichen Waldstück. Ortsfremde Pkw-Fahrer werden dort immer wieder überrascht, weil Radfahrer an dieser Stelle, für ihn unvermutet, auf die Straße wechseln müssen. Dadurch kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen für die Radfahrer. Bisher wurde der Fuß- und Radweg nicht fertiggestellt, weil man die endgültige Entscheidung über den Bau der B31-Abfahrt bei Schönau abwarten wollte. Zwischenzeitlich steht fest, dass diese Abfahrt nicht gebaut wird. Wir bitten Sie, die Planungen für die Fertigstellung des Fuß- und Radweges wieder aufnehmen zu lassen und die entsprechenden finanziellen Mittel in den Haushalt für 2014 einzustellen.
In einem Antrag an Oberbürgermeister Dr. Ecker fordert die Freie Bürgerschaft Lindau die Wiedereröffnung des Fresh im Stadtteil Zech. Die Stadt hatte im Rahmen des Förderprogrammes „Soziale Stadt“ Fördergelder erhalten. Die Stadt sei damit auch eine gewisse Verpflichtung eingegangen. Der Freien Bürgerschaft ist bekannt, dass einige junge Bürgerinnen und Bürger in Zech bereit sind, leitende Aufgaben in diesem Jugendtreff zu übernehmen um damit die Stadt bei den laufenden Kosten erheblich zu entlasten.
Wenn ein hundertster Geburtstag ansteht, wird üblicherweise weit voraus gedacht, wie ein solches Jubiläum dem Anlass gebührend gefeiert werden soll. Damit wird`s an der Reutiner Schule – im kommenden Jahr wird sie 100 Jahre alt – wegen der anstehenden Sanierungsmaßnahmen schwer.
Am diesjährigen Sommerfest des Hospizzentrums Haus Brög zum Engel konnten auch die Besucher wieder spüren, mit welcher Hingabe sich die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter dieses Vereins für ihr Hospiz engagieren. Eine besondere Atmosphäre erzeugen zusätzlich die alte Villa und der schöne Garten. Der Besucher konnte spüren, wie die Bewohner des Hospizes aus dieser Kombination neue Kraft für einen besonders schweren Lebensabschnitt sammeln können. Zur Zeit planen Verein und Stadt gemeinsam einen Anbau an die Villa. Die zusätzlichen Räume werden vom Hospiz dringend benötigt und dürfen keine weitere Verzögerung mehr erfahren. Es ist sicherlich eine Gradwanderung, einerseits die neuen Räume zu schaffen und andererseits die besondere Atmosphäre dieser Einrichtung zu erhalten. Nach Fertigstellung des Anbaus sollte auf jeden Fall umgehend der verbleibende Teil des Gartens in vollem Umfang dem Hospiz wieder zur Verfügung stehen.
Spricht man von den Festlandstadtteilen Lindaus, so wird sehr gerne der Begriff Gartenstadt verwendet. Zu dieser Gartenstadt gehören zahlreiche Parkanlagen und eine Vielfalt von gepflegten Privatgärten, die Spaziergänge immer wieder zu einem Erlebnis machen. In den letzten Jahren dominierte in unserer Stadt das Verlangen nach einer verdichteten Bebauung. Grundstücke werden meist maximal bebaut, um daraus den maximalen Profit herausziehen zu können. Für Gärten, die diesen Begriff verdienen, bleibt dabei kaum noch Platz. Auch die Stadt versucht ihre Flächen bestmöglich zu verwerten und lässt eine massive Bebauung auf ihren Flächen zu. An der Ludwig-Kick-Straße verabschiedete der Stadtrat gegen die Stimmen der Freien Bürgerschaft Lindau die Aufstellung eines Bebauungsplans, der an den sozialistischen Wohnungsbau mit Plattenbauten erinnert. Dabei sollte doch die Stadt nicht weiter mit schlechtem Vorbild vorangehen. Die Stadt sollte zumindest auf den eigenen Flächen zu ihrer Gartenstadt stehen.